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Informationen über die verschiendenen Pferderassen

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen die Pferderassen, welche auf den von uns angebotenen Trailritten und Reiturlauben geritten werden bzw. beobachtet werden können, einmal vorstellen. In der Regel werden bei unseren Angeboten die landestypischen und somit den jeweiligen Bedingungen ideal angepassten Pferderassen geritten. Wir legen ein besonderes Augenmerk darauf, Ihnen ein ihrem Können angepasstes Pferd für die Ausritte zur Verfügung zu stellen, und an allen Standorten stehen ausreichend Pferde zur Auswahl.

Südbrasilien: Der Criollo - das Pferd der brasilianischen Gauchos

Das Pferd ist der intimste Freund und Begleiter des Gaúcho. Bei der Arbeit in den Campos ist das Pferd Maßstab aller Dinge, Herr über alle Entfernungen, die größte

Ein stolzer
  Criollo
Ein stolzer Criollo
Reliquie des Rinderhirten. Das Pferd wurde im derzeitigen Territorium von Rio Grande do Sul durch Jesuiten-Missionare um 1634 eingeführt. Plötzlich wurde diese, vom Rio Uruguay genetzte Erde durch die majestätische Präsenz des ersten Pferdes geadelt - da stand es auf südamerikanischem Grund und Boden und besiegelte das landesübergreifende Zusammenleben zwischen den Nachbarn Brasilien, Uruguay und Argentinien.

Der beste Freund des Gaucho - sein Pferd
Der beste Freund des Gaucho - sein Pferd
Als das Pferd zum ersten Mal den Boden der Pampa betrat, leitete sein Wiehern eine neue Ära ein. Und Rio Grande do Sul entwickelte sich zu einem traditionellen Gebiet der Pferdezucht. Die beliebte Crioulo-Rasse haben die Gaúchos aus den ersten Pferden herausgezüchtet. Die Pferde haben ein Stockmass von ca. 140- 150 cm und sind in allen Farben vertreten! Noch heute leben sie in wilden Herden.

Es sind die idealen Distanzpferde - ruhig, nervenstark,

frei lebendes Criollo mit Fohlen
frei lebendes Criollo mit Fohlen
trittsicher, wendig und gelehrig. Obwohl die Criollos inzwischen in ganz Brasilien verbreitet sind, fühlt sich dieses Rassepferd im Grün der Pampa Gaúcha am wohlsten! Seit seiner historischen Einführung besetzt das Pferd in diesem Land eine besondere Stellung. Der Mensch zähmt das Pferd, damit es anschließend den ihm zugedachten Dienst verrichtet, aber das Zusammenleben von Mensch und Pferd läßt eine Kameradschaft
Der Criollo
  ist das ideale Distanzpferd
Der Criollo ist das ideale Distanzpferd
, gegenseitige Zuneigung und ein blindes Vertrauen entstehen.

Das Pferd ist Mittelpunkt allgemeinen Interesses bei Wettrennen, Rindertrails, Rodeos, beim Markieren der Kälber und bei seiner Zähmung - nicht zu vergessen, die Aufmärsche anlässlich historischer Begebenheiten. Heute wird das Pferd nach seiner Qualität, seiner Rasse, seinen antrainierten Fähigkeiten und seiner Eignung beurteilt. Es ist Kamerad, ein Stück Heimat und Vollendung einer langen Geschichte. Die Geschichte der Menschheit wurde geschrieben auf dem Rücken der Pferde - die Geschichte der Gaúchos wäre ohne das Pferd gehbehindert ;-)

Ecuador: Das Caballo de Paso

Das Caballo de Paso ist eine Pferderasse, die in Lateinamerika, damit also auch in Ecuador, beheimatet ist. Ursprünglich stammen die Paso-Pferde von den Tieren ab, die die spanischen Eroberer in die "Neue Welt" brachten. Damit sind ihre Vorfahren folgende Rassen: Asturcones, Genetten, Marismenos und der edle, südiberische Pferdetyp (Andalusier) mit teilweise Berbereinschlag. Diese Pferde waren vor allem für ihre Gangart Tölt bekannt. Der Tölt ist eine Spezialgangart, die für den Reiter besonders schonend ist. Mit dem Aufkommen von Pferdekutschen als dem Haupttransportmittel, wurde der Trab als Gangart vorgezogen und besonders in die Rassen gezüchtet. Der ursprünglich angeborene Tölt verschwand somit aus den europäischen Rassen. Er blieb jedoch in seiner Reinform in den nach Lateinamerika mitgebrachten Pferden erhalten, so dass sich heute ein Paso-Pferd vor allem durch diese Gangart auszeichnet. Damit ist das Paso-Pferd das ideale Freizeitpferd. Es kommt in allen Färbungen vor und erreicht erst mit 5 Jahren den Status eines Erwachsenen. Dadurch haben die Tiere auch eine besonders hohe Lebenserwartung. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn ein Paso-Pferd das 30. Lebensjahr erreicht.

Das Paso-Pferd ist keine "Rennmaschine", aber sein Gang hat etwas musikalisches. Er zeichnet sich durch leichtfüßige Emsigkeit, Lebhaftigkeit, Spritzigkeit und tänzerisches Gleiten aus. Vom Temperament her sind Paso-Pferde geprägt von Arbeitseifer und Menschenbezogenheit Sie haben einen noblen Charakter, sind feinfühlig, sensibel, vertrauensvoll, gelehrsam und ständig bereit, dem Reiter zu gefallen. Sie sind niemals aufsässig und immer kooperativ: damit ist das Paso-Pferd der ideale Begleiter auf jeder Pferde-Trekking-Tour, egal über welche Erfahrung der Reiter verfügt.

 

Indien: Die edelen Marwaripferde

Bei den Marwaripferden, auch Säbelohrenpferde genannt, handelt es sich um das Reitpferd in Indien. Es ist kraftvoll,

Die typischen
  Sichelohren
Die typischen Sichelohren
ausdauernd, elegant und stammt ursprünglich aus der königlichen Zucht. Aufgrund seiner Vielseitigkeit wurden die Pferde mit Vorliebe von der Armee eingesetzt, heutzutage werden die Tiere als echte Allrounder vom Polo-Sport bis zu mehrtägigen Wanderritten eingesetzt.

Für die Rasse typisch sind die nach innen sichelförmig geschwungenen Ohrenspitzen, welche nicht (wie man durchaus

Marwaripferd
  mit Fohlen
Marwaripferd mit Fohlen
annehmen könnte) durch Zuchtauslese entstanden sind, sondern durch eine traditionelle Massage der Ohrspitzen bei den neugebohrenen Fohlen. Die Ohrknorpel der Tiere sind nämlich in den ersten Stunden nach der Geburt noch weich und formbar. Hierdurch besitzen die Tiere jedoch ein sehr ansprechendes und edeles Erscheinungsbild. Dieses sowie die Fähigkeit sich in den meisten Klimazonen behaupten zu können sind unter anderem Grunde dafür, warum die Marwari-Pferde auch international immer mehr Beachtung erhalten.

Die Größe der Pferde kann je nach Region recht stark variieren, die meisten besitzen jedoch ein Stockmass zwischen 150-163 cm. Zusätzlich zu den drei Grundgangarten neigen die Marwaris ebenfalls zum Passgang...

 

Mongolei: Das mongolische Pferd (mongolisch "mor")

Die Geschichte der Mongolei ist eine Geschichte auf dem Rücken eines Pferdes, denn nicht erst seit den Zeiten des weltberühmten Herrschers Dschingis Khan ist das Pferd

Fertig gesatteltes
  mongolisches Pferd
Fertig gesatteltes mongolisches Pferd
das Fortbewegungsmittel der Mongolen und damit auch das erklärte Lieblingstier. Heutzutage gibt es mit geschätzen 3 Millionen Pferden mehr Pferde als Einwohner in der Mongolei. Die meisten Tiere leben das ganze Jahr bei Temperaturen zwischen -40°C im Winter und +30°C im Sommer draußen und versorgen sich selber. Aus der Milch der Tiere wird das Nationalgetränk Airag hergestellt.

Das Erscheinungsbild dieser Pferde ist eher gedrungen, mit niedrigem Körperbau, einem Stockmass zwischen 130-145cm und einem relativ großen Kopf. Auf Europäer wirken sie ein bisschen wie Wildpferde (siehe auch Przewalski-Pferde), aber dennoch mögen es die Mongolen gar nicht gerne, wenn man ihre Pferde als Ponys bezeichnet. Mähne und Schwanz sind sehr lang, die Haare werden darum als Material zum Knüpfen von Seilen verwendet, und insbesondere die Schwanzhaare sind weltweit auf nahezu jedem Violinbogen zu finden. Die Hufe sind sehr robust, weshalb die wenigsten Tiere beschlagen werden. Die Pferde sind äußerst genügsam, ausdauernd und trittsicher und sind im allgemeinen ruhige, freundliche und zuverlässige Tiere, was sie zu den idealen Begleitern für eine Trekkingtour macht.

 

Mongolei: Die Przewalski-Pferde (auch "asiatisches Urwildpferd")

Das Przewalski-Pferd (Equus przewalskii), auch Takhi, Asiatisches Wildpferd oder Mongolisches Wildpferd genannt ist eines der letzten echten Wildpferd. Nachdem der

Ein Przewalski-Pferd
  im Winter
Ein Przewalski-Pferd im Winter
Bestand in freier Wildbahn 1967 ausgerottet war, wurden ab 1997 begonnen, Pferde aus einer polnischen Zucht wieder aus zu wildern, wobei der Bestand bis heute auf wieder ca. 200 Tiere angestiegen ist. Und aus diesem Grund wird dieses Pferd auch auf unseren Touren nicht geritten, sondern können durch Sie in der Mongolei beobachten werden.

Diese nach ihrem russischen Entdecker Nikolai Michailowitsch Prschewalski benannte Pferde unterscheiden aber dennoch in einigen Punkten von unseren Hauspferden: Die Tiere besitzen 66 statt 64 Chromosomen, sie haben 19 statt 18 Brustwirbel und sowohl die Randhaare der Mähne als auch die kurzen Randhaare der Schweifrübe machen den Fellwechsel mit. Aber lassen Sie sich versichern, diese wunderbaren Tiere noch in freier Wildbahn erleben zu dürfen ist ein ganz besonderes Erlebnis für Pferde- und Tierliebhaber.