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Reisebericht - Gaucho Trailritt in der Serra Catarinense
Der 5. Internationale Trailritt vom 31.01. - 06.02.2004 in der Serra Catarinense,
der Region der Gauchos Santa Catarinas.
Geschrieben von: Patrick Exner Information: Zum damaligen Zeitpunkt
war Patrick ein absoluter Reitneuling und
hatte vorher höchstens zu Kindertagen schon einmal
auf der Kirmes auf einem Pony gesessen.
Der traumhafte
Strand von Estailero
[Tipp: Die Abbildungen lassen sich durch einen Klick in der Detailansicht öffnen]
Tag 1:
Von dem uns längst ans Herz gewachsenen, wunderschönen Standort von Aventuradobrasil in Estaleiro/in Santa Catarina, machten wir uns morgens zu fünft auf den Weg zur Fazenda do Barreiro nahe der Grenze zum südlichsten Bundesstaat Brasiliens, Rio Grande de Sul, um einen 4-tägigen Trailritt von Fazenda zu Fazenda zu erleben.
Am Anfang stand ich der ganzen Geschichte schon etwas skeptisch gegenüber, zumal
| Die Landschaft der Sierra Catarinense |
| Es wird immer hügeliger ... |
Immer wieder führte die Strasse über lange, endlose Hügel hinweg - auf- und abwärts- , wobei die Strasse an sich immer geradeaus führte. Ab und an erinnerte die Fahrt an eine Fahrt mit der Achterbahn. Mit der Zeit nahm der uns von der Mata-Atlantica, also der Vegetationszone der Küsten
| Der älteste Nadelbaum der Welt |
Aufgrund einer Reifenpanne eines begleitenden Jeeps wurde das Mittagessen statt auf der Fazenda in einer der zahlreichen an der Strasse vorhandenen Churascaria´s eingenommen, wobei der Jeep in der Tankstelle nebenan repariert wurde. Gegen Nachmittag erreichten wir dann die Abfahrt zur Fazenda, und ein Schild informierte uns, das die Fazenda nur noch 4
| Die Zufahrt zur Fazenda |
Die Fazenda liegt in der Nähe eines Sees und wird von
| Die Furcht v.d. anderen Seite |
Auf der Fazenda wurden wir herzlich von dem Patrone, also dem Besitzer der Fazenda, sowie seinem Sohn und ein paar
| Eine alte Kutsche |
Kaum hatten wir unsere Zimmer bezogen und uns nach der fast 5-stündigen Autofahrt ein wenig frisch gemacht, wurden auch schon die Pferde gesattelt und unser erster Ausritt stand auf
| Der erste Ausritt der Tour... |
Auf dem Rückweg zur Fazenda lernte ich dann zum ersten Mal die Bedeutung der Wortes "Galopp" kennen.
| Verschiedene Cachaça Variationen |
Im Esszimmer wurden verschiedene Salate, diverse Beilagen sowie frisch nach Wunsch gebratenes Fleisch serviert. Nach dem sehr guten und reichlichen Essen ließ es sich
| Die Aussicht aus den Appartements |
Beim gemütlichen Zusammensein in der Bar erklärte uns dann Nicki, die Geschäftsführerin von Aventuradobrasil, wie der Trailritt, auf den wir uns ja 2 Tage später begeben wollten, eigentlich ursprünglich entstanden ist.
Wir hörten die Geschichte, wie sich Nicki auf die Suche nach einem
| Die urige Bar der Fazenda ... |
| Die Frühstücksmilch direkt vom Erzeuger |
Als Nicki diese Geschichte gehört hatte, fragte Sie den Patrone, ob es nicht möglich sei regelmäßig einen mehrtägigen Trailritt für Kunden zu veranstalten, und die Idee des ersten internationalen deutsch-brasilianischen Trailritts war geboren.
Nach einigen weiteren Bieren und Geschichten von den vergangenen Trailritten legten wir uns müde und erwartungsvoll in unser Bett. Am nächsten Tag wollten wir um 7.00 Uhr aufstehen, da man von 7.00 - 8.00 Uhr seine Milch selber aus der Kuh "zapfen" konnte, und dieses Ereignis wollten wir uns als Großstadtmenschen auf keinen Fall entgehen lassen.
Tag 2:
Nachdem wir dieses Vorhaben dann auch in die Tat umgesetzt hatten frühstückten wir
| Wir erkunden die Umgebung ... |
| Das Reiten klappt immer besser |
| Unser Abendessen... |
Nach dem Ausritt kehrten wir zur Fazenda zurück, wo nach einer kurzen Erholungsphase bereits vom Patrone zum Mittagessen geläutet wurde. Dieses fiel wiederum sehr Üppig aus, wir brauchten uns also keine Sorgen zu machen, auf
| 2. Ausritt nach dem Mittagessen |
So gestärkt hatten wir Nachmittags bedenken überhaupt noch die Pferde erklimmen zu können, jedoch stellten sich diese Bedenken zum Glück als nicht zutreffend heraus. Kaum saßen wir wieder auf den Pferden, blickte der Patrone etwas Mitleidig auf unsere Baseballmützen sowie unsere Turnschuhe, welche wir zum Reiten mitgebracht hatten, und erkundigte sich interessiert nach unserem Kopfumfang
| Die Pferde 'tanken' sich selber |
Der zweite Ausritt des Tages verursachte dennoch ein paar Weh-Wehchen in der Rückengegend. Irgendwie hatte es heute morgen besser geklappt, oder der Gedanke, dass man das Reiten und das ausbalancieren der Bewegungen bereits beherrschen würde hatte sich als zu voreilig herausgestellt. Am
| Ein deutscher Gaucho (o; |
An diesem Abend lüftete sich dann auch das Geheimnis der Schuhgrößen: Der Patrone war selber nach Lages, der größten Stadt der Region gefahren, um dort für uns passende Reiterstiefel sowie Lederhüte zu besorgen. Erstaunlicherweise passten die meisten der Kleidungsstücke auf Anhieb, und so ausgestattet fühlten wir uns schon wesentlich mehr wie ein Gaucho. Voller Erwartungen und ein wenig aufgeregt legten wir
| Rogerio - unser Gaucho-Monchichi |
Tag 3-6:
An diesem Morgen standen wir besonders früh auf, um neu eingekleidet unseren großen Tag, den ersten Tag unseres Trailritts anzutreten. Wir packten gewissenhaft unsere Satteltasche, ohne dabei die Kameras sowie genügend Wasser zu vergessen, frühstückten kurz und begaben uns in Richtung Stall, wo die beiden Gauchos, die uns begleiten sollten bereits unsere Pferde sattelten.
| Unser Gaúcho auf seinem Muli |
| Die Weite der Sierra Catarinense |
Maultiere werden von den Gauchos mit Vorliebe geritten, sie gehen zwar selten im Galopp, besitzen jedoch im Trab eine höhere Schrittfrequenz und eignen sich hervorragend als Führungstiere, da sie zum Teil wesentlich mehr Mut als Pferde besitzen.
| Mein neues Hobby: Pferde jagen !!! |
Die geplanten 3 ½ Stunden bis zur nächsten Fazenda, auf der wir unser Mittagessen einnehmen wollten, wurden zwar etwas mehr als 4 Stunden, jedoch vergeht die Zeit wie im Fluge, wenn man durch eine derart überwältigende, weite und satt grüne Landschaft reitet. An dieser Stelle sei übrigens einmal erwähnt, dass wir auf dem kompletten Ritt lediglich einmal, und das direkt am Morgen dieses Tages, eine asphaltierte Strasse überquert oder gesehen haben und uns unsere Wege ansonsten ausschließlich über Wiesen oder Trampelpfade
| Frühstück auf der Fazenda |
Als wir die Fazenda erreichten begrüßte uns ein Hund schon von weitem mit freudigem Gebell, sodass wir bei unserer Ankunft bereits von dem Patrone und seiner Familie in Empfang genommen wurden. Nachdem wir uns mit ein paar kühlen Getränken erst einmal erfrischt hatten zeigte uns der Patrone stolz seine Fazenda. Hier kamen wir zum ersten Mal mit schier unglaublichen der Gastfreundschaft der Gauchos in Kontakt, und so blieb uns keiner der jeweils unterschiedlich bemalten Räume der
| Mein treuer Criollo Cascao |
Nach dem Essen bot uns der Patrone sofort ein Bett an, damit wir uns nach dem Ritt etwas ausruhen konnten, jedoch
| Ein Gaucho macht Siesta |
Nach den 4 Tagen unseres atemberaubenden Trailrittes kann ich heute abschließend sagen: Ich werde die Erlebnisse dieser Tage niemals vergessen. Ich habe wunderbare Menschen kennengelernt, von deren Ruhe und Ausgeglichenheit ich
| Der Autor: jetzt Gaucho Patrick Exner |
Ich danke allen Beteiligten, die mir diese Erfahrung ermöglicht haben und diese wirklich unbeschreibliche Tour ins Leben gerufen und umgesetzt haben von ganzem Herzen. Und ich bin mir sicher: Dies war nicht die erste und einzige Tour bei und mit euch!!!
euer Patrick Exner
[Link zu diesem Trailritt - Angebote und Termine]
